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www.infogeo.de | 22.11.2017

Strategische Ziele

1. Standortentwicklung / Maßnahmen zur Belebung der Wirtschaft

  • Der Ausbau der Infrastruktur und die Investitionsvorbereitung werden auf Grund von meist konkurrierenden Interessen (Wirtschaft/Umwelt/Bürgeranliegen) in der Planung und Genehmigung zunehmend komplizierter. Geowissenschaftliche Fakten helfen, Konflikte durch Versachlichung zu lösen und liefern Beiträge zur Optimierung von Lösungen und zur Abwägung bei Variantenvergleichen.
  • Die umfassende geowissenschaftliche Landsaufnahme und die sie begleitenden angewandten Aufgaben bilden die Voraussetzung für die sachbezogene objektive Wahrnehmung öffentlicher Belange in Behördenverfahren, in der Raumordung und Landesplanung, im Natur- und Landschaftsschutz und allen weiteren geowissenschaftlich relevanten Fragen von öffentlichem Interesse.
  • Die umfangreichen Datenbanken der Staatlichen Geologischen Dienste können zeit-, personal- und kostengünstig auf Anfragen reagieren. Diese digitalen Datenbanken repräsentieren bereits heute eine unschätzbare geistige und materielle Quelle für die Gesellschaft. Dieser Informationsstand muss weiter ausgebaut und für die Zukunft gesichert werden.
  • Die EU-Erweiterung bringt in den Beitrittsländern ein verändertes Recht, u. U. auch neue Verwaltungen. Die SGD helfen bei Bedarf im Rahmen regionaler Projekte.

2. Rohstoffgewinnung/ -sicherung und Energiewirtschaft

  • Die Versorgung der Wirtschaft mit Rohstoffen erfordert eine vorsorgende Raumplanung auf der Grundlage rohstoffgeologischer Daten und Analysen.
    Die rohstoffgewinnenden Unternehmen erwarten von der Verwaltung wegen der Höhe und der Langfristigkeit der Investitionen eine bestimmte Planungssicherheit.
  • Durch die optimale Ausschöpfung der Lagerstätten als Gebot der Zeit wird die Industrie zunehmend eine Kooperation mit den SGD suchen.
    Die SGD verfügen gerade auf dem Gebiet der mineralischen Rohstoffe und Energieressourcen (Kali, Steinsalz, fossile Energieträger, Geothermie, Baurohstoffe, Industrieminerale, behälterlose Speicherung, CO2-Versenkung u. a.) über besonderen Sachverstand.
  • Die Ressourcen der Erde sind begrenzt. Die genaue Kenntnis über ihre Zusammensetzung und Verbreitung bildet die Voraussetzung für die nachhaltige Entwicklung einer Region oder eines Landes. Die rohstoffgeologischen Kenntnisse sind deshalb auch künftig qualifiziert vorzuhalten.

3. Klimaveränderung/ Umwelt/ Georisiken

  • In einem dicht besiedelten Lebensraum stellen geogene Risiken eine latente Gefahr für den Menschen, seinen Siedlungsraum und die notwendige Infrastruktur dar. Die SGD erheben und dokumentieren geologisch bedingte Gefahrenhinweise.
  • In der praktischen und vorsorgenden Arbeit liefern die SGD Beiträge zu den Konsequenzen aus der Klimaveränderung. Dazu gehören geowissenschaftliche Aspekte zu Hochwasserursachen und -folgen (Überschwemmungsgebiete, Bodenerosion, Vernässungsgebiete, Stauanlagen, Schadensbeseitigung u.a.), Trockenwetterfolgen (Ertragsausfälle, Grundwasserverknappung, -versalzung und -gefährdung u.a.). Der Anstieg des Meeresspiegels wird in küstennahen Gebieten vorausschauend beobachtet.
  • Die Beurteilung der Georisiken, wie Erdbebengefährdung, gravitative Massenverlagerungen, Subrosionsauswirkungen, regionale und lokale geotechnische Gefahrenanalysen gehören inzwischen zur notwendigen Routinearbeit der SGD. Aufgrund der Komplexität möglicher Georisiken sind enge fachliche Kooperationen zu Universitäten u.a. Forschungseinrichtungen zu halten.
  • Anforderungen aus EU-rechtlichen Vorschriften/ Harmonisierungen sind eine ständige Herausforderung. Am Beispiel der EU-Wasserrahmenrichtlinie wird deutlich, wie die Arbeit der SGD in überregionale Projekte einfließt.

4. Verwaltungsmodernisierung

  • Die SGD stellen sich den Anforderungen zur Verwaltungsmodernisierung.
  • Bei den verschiedensten Behördenfusionen bzw. Lösungen sollte unbedingt sichergestellt werden, dass die SGD zur Durchführung ihrer originären Aufgaben in der geologischen Landesaufnahme und den fachbehördlichen Beratungsleistungen als leistungsfähige Struktureinheiten erhalten bleiben. Nur so können die SGD als eine an Leistung und Service orientierte staatliche Einrichtung ihren Beitrag leisten. Dies enthebt sie jedoch nicht der Verpflichtung, die internen Organisationsabläufe ständig zu überprüfen und zu optimieren.
  • Die SGD selbst wollen ihre gegenseitige Kooperation weiter ausbauen.

5. Öffentlichkeitsarbeit/Geomarketing

  • Die Öffentlichkeitsarbeit ist generell zu verstärken, um die Relevanz geowissenschaftlicher Kenntnisse und Informationen für die Lösung aktueller und langfristiger Aufgaben der Gesellschaft besser deutlich zu machen.
  • Die Tourismusbranche setzt in den Ländern auf immer neue Produkte. Geomarketing bietet die Möglichkeit, Geologie sichtbar zu machen und die Öffentlichkeit verstärkt für die Geowissenschaften zu interessieren.
  • Hierzu ist es notwendig, die regionalen, kundenspezifischen Wünsche zu erkennen und zielgruppenorientierte Produkte anzubieten. Eine für den Laien verständliche Sprache ist dabei von besonderer Bedeutung.
  • Die Produktvielfalt reicht von der Beschreibung von Geotopen über Geo-Wanderwege bis zur Ausweisung von nationalen Geoparks.

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